Neue Aue: Streit zwischen Stadt und Bürgerinitiative geht weiter

Die Fronten zwischen der Stadt Bremerhaven und der Bürgerinitiative, die den „Leher Dschungel“ retten will, verhärten sich weiter. Es geht um das Grabeland im Stadtnorden im Ortsteil Eckernfeld. Bremerhaven möchte rund 13 der 104 Hektar zu Bauland machen. Dafür müssten aber viele Grabelandpächter ihre Flächen aufgeben. 

Zusammenarbeit

Oberbürgermeister Melf Grantz hat der Bürgerinitiative Meergestrüpp eine Zusammenarbeit für das Entwicklungsgebiet Neue Aue angeboten. Die Bürgerinitiative stellt dafür aber eine Bedingung, die für die Stadt nicht akzeptabel ist.

Grantz fühlt sich erpresst

„Wir lassen uns nicht erpressen“, lässt Grantz der Initiative ausrichten. „Wer Bedingungen stellt, will nicht verhandeln.“ Die Initiative würde das Angebot nur annehmen, wenn sich auch über die möglichen Baugebiete mitsprechen könnten.

Die Bürgerinitiative im Video:

Bürgerbehren läuft noch

Die Stadt will über die beiden möglichen Baugebiete an der Gaußstraße und Karlsbader Straße aber so lange nicht sprechen, bis ein Urteil im Rechtsstreit um das Bürgerbegehren gefallen ist.

Abriss alter Lauben

Viele langjährige Pächter bangen weiter um ihre geliebten Gärten. Roswitha Wolf zum Beispiel hatte schon gekündigt. „Als ich erfuhr, das soll Bauland werden“, erzählt die 68-Jährige. „Doch ich müsste die alten Lauben abreißen. Das schaffe ich nicht. Drum hab ich die Parzelle nun notgedrungen wieder neu von der Stadt gepachtet.“