Nordwestbahn von Streik in Wulsdorf kalt erwischt

Die Nordwestbahn (Betreiber der Regio-S-Bahn) und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) kämpfen um einen neuen Tarifvertrag – und liegen mit ihren Vorstellungen noch weit auseinander. So kam es am frühen Dienstagmorgen zu einem Warnstreik in Bremerhaven. Ärgerlich für Pendler: Es gab Zugausfälle und Verspätungen.

Züge werden nicht bereitgestellt

Zwischen 3.30 und 8 Uhr ruhte der Betrieb auf dem Werkstattgelände der Nordwestbahn (NWB) in Wulsdorf. Die Mitarbeiter stellten die Züge für die Frühverbindungen nicht bereit. Die Räder standen still.

Nordwestbahn: Sind kalt erwischt worden

„Wir sind von diesem Warnstreik kalt erwischt worden“, sagt NWB-Pressesprecherin Stephanie Nölke. „Wir befinden uns mit der Gewerkschaft in laufenden Verhandlungen. Betroffen war auch unsere Werkstatt im nordrhein-westfälischen Dorsten.“

Gewerkschaft ist stolz über den Zusammenhalt der Mitarbeiter

Bei der EVG zeigt man sich mit dem Verlauf des Warnstreiks zufrieden. „Die Stimmung war kämpferisch. Die Mitarbeiter haben sich stolz über den Zusammenhalt gezeigt“, sagt EVG-Verhandlungsführerin Katy Hübner, Verhandlungsführerin für die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). „Jetzt hoffen wir darauf, dass man auf Arbeitgeberseite das Signal, das wir gesetzt haben, verstanden hat.“

EVG: Neun Züge sind ausgefallen

Nach Angaben der EVG sind am Dienstagmorgen neun Züge ausgefallen. Dazu hätten weitere Verbindungen massive Verspätungen angehäuft. Zum Tarifstreit: Die EVG fordert Gehaltserhöhungen im Volumen von 7 Prozent. Nächster Verhandlungstermin ist am Freitag.