Guter Geist sorgt für mehr Gesundheit in der Schule

Buchführung und Betriebswirtschaftslehre, eben harte wirtschaftliche Fakten – das wird an den Kaufmännischen Lehranstalten (KLA) in Bremerhaven gelehrt. Eine Tätigkeit, bei der man hauptsächlich an einem Tisch sitzt. Mit sportlicher Betätigung und gesunder Ernährung würde man das ganz sicher nicht in Verbindung bringen. Doch es gibt einen guten Geist an den KLA, der sich genau um diese Dinge sorgt: Ottmar Jurkeit. „Ich kümmere mich als Gesundheitsmanager um die Schüler und das Personal“, beschreibt er seine Aufgabe.

Ein festes Angebot sind die Gesundheitstage

Seit 2012 übt Jurkeit das Amt offiziell aus – und ist im Schulbereich der Einzige in der ganzen Stadt. „Nur ein gesunder Körper ist auch imstande, gute Leistungen zu liefern“, sagt der Lehrer. Ein festes Angebot sind beispielsweise die Gesundheitstage, die einmal in eineinhalb bis zwei Jahren stattfinden. „Es handelt sich dabei aber wirklich um Angebote, denn sie sind nicht verpflichtend“, sagt er. Die Angebote, das sind Selbstmanagement, Ernährung, ein Business-Knigge und Moving.

Warum Pommes und Burger nicht grundsätzlich schlecht sind

Während es beim Selbstmanagement um Strukturierung der eigenen Zeit geht, beschäftigt sich der Punkt Ernährung unter anderem mit Irrtümern des Alltags. „Man muss beispielsweise wissen, dass Pommes und Burger nicht grundsätzlich schlecht sind – wenn man es nicht übertreibt“, erläutert Jurkeit. Interessant sei auch der Kursus Business-Knigge. Hier gehe es um korrektes und angemessenes Benehmen und den Umgang mit anderen Menschen. Der Bereich Moving beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit Bewegung. „Hier geht es um Ausgleichbewegungen zum langen Sitzen“, sagt Jurkeit. Und einen Hörtest gibt es auch. Viele junge Leute litten bereits unter Hörproblemen auf Grund lauter Musik.

Arbeitsmöbel müssen zum Körper passen

Zur Gesundheit gehört auch das Helfen. Deshalb kümmert sich Jurkeit zudem um die Erste Hilfe. „Hier ist das Interesse groß. Viele Schüler sind ja auch in ihrer Freizeit ehrenamtlich bei DRK, DLRG und Feuerwehr aktiv“, weiß er. Jedes Jahr gebe es einen neuen Lehrgang für zehn Schüler, die während der Woche Erste-Hilfe-Dienst in der Schule leisten. „Dafür gibt es dann auch eine Bescheinigung. Und die macht sich gut in der Bewerbungsmappe“, betont Jurkeit. Doch nicht nur die Schüler liegen ihm am Herzen, sondern auch seine Kollegen. Diese gehören ebenso zu seinem Aufgabenbereich. „Das geht schon bei der Anschaffung von Arbeitsmöbeln los. Stichwort: Ergonomischer Arbeitsplatz“, sagt Jurkeit.

Jurkeit will Vorbild für andere sein

Er versuche auch, die Lehrer zum Sport zu motivieren. Zudem rege er die Teilnahme an Fortbildungen an und habe auch selber Kurse im Angebot. Seine Aufgabe als Gesundheitsmanager liege ihm am Herzen, betont Jurkeit. „Es macht Spaß, und ich möchte etwas bewegen.“ Er wünscht sich, dass auch andere Schulen in diesem Bereich den Kaufmännischen Lehranstalten nacheifern.