Plädoyer für die „Seute Deern“: „Sie ist ein Kronjuwel“

32 Millionen Euro würde die Rettung der Bark „Seute Deern“ kosten. Der Gründungsdirektor des Deutschen Schiffahrtsmuseums (DSM), Prof. Dr. Detlev Ellmers, ruft trotz dieses hohen Betrags dringend dazu auf, den Wert des weltweit letzten hölzernen Frachtseglers an seiner historischen Bedeutung zu messen. Er bezeichnet das Schiff als Kronjuwel der Schiffahrtsgeschichte.

„Die ,Seute Deern‘ gehört zum Weltkulturerbe“

„Das Schiff gehört zum Weltkulturerbe“, sagt der 79-Jährige, der das DSM 31 Jahre lang geleitet hat. „Die ,Seute Deern‘ ist weltweit der letzte noch erhaltene hölzerne Frachtsegler dieser Größe. Sie ist einzigartig. Auch die Bundesregierung sollte ein großes Interesse an der Erhaltung haben. “

Drei Schiffe als letzte Vertreter ihrer Art

Mit der Hansekogge im DSM, dem stählernen Seitenfänger „Gera“ im Fischereihafen und der „Seuten Deern“ verfüge die Stadt über drei Schiffe, die die letzten Vertreter ihrer Art sind und in der Geschichte Bremerhavens und des Landes eine große Rolle gespielt haben. Ellmers: „So etwas gibt es nirgendwo sonst. Das ist große Spitze.“