Plattdeutsch-Film spielt in Bokels ältestem Haus

Die Dreharbeiten für einen der ersten Spielfilme auf Plattdeutsch werden ab Mai in Bokels ältestem, erhaltenen Haus beginnen. Doch altmodisch soll der Streifen nicht werden.

Keine Klischees über Platt

Das Bauernhaus von 1817 in Bokel wird einer der Schauplätze für die Krimikomödie „Boot und Dood“ sein. Das alte Backsteinhaus war früher ein Wirtschaftsgebäude – heute lebt ein Ehepaar darin. Trotz der altmodischen Kulisse ist es Autor Günter Ihmels und Regisseur Sandro Giampieto besonder wichtig, dass der Film modern wird. „Es wird keine Kittelschürze und irgendwelche Slapstick-Nummern geben, wie es häufig in Filmen auf Platt der Fall ist“, betont Ihmels. Mit dem Film wollen sie vor allem ein junges Publikum erreichen.

Finanzierung noch nicht sicher

Das Drehbuch zu Ihmels Romanvorlage „Dat Gasthuus anne Elw“ ist fertig, die beiden Hauptdarsteller stehen fest – eigentlich könnte das Team mit den Vorbereitungen für die Dreharbeiten beginnen. Doch die Finanzierung durch die Film- und Mediengesellschaft Nordmedia ist noch nicht gesichert. Voraussichtlich wird der Antrag bis Ende Februar bestätigt oder abgelehnt.

Warum die Bremer Schauspielerin Heidi Jürgens über das Jobangebot verwundert war und was ihr Physiklehrer damit zu tun hat, lest ihr am Dienstag in der NORDSEE-ZEITUNG.