Politiker aus Bremerhaven mit Hasskommentaren konfrontiert

Die Sprache im Internet verroht. Durch vermeintliche Anonymität in sozialen Netzwerken. Aber auch in Diskussionen von Angesicht zu Angesicht. Experten warnen: Hassrede („Hate Speech“) bilde auch einen Nährboden für reale Übergriffe.

Eine Umfrage des Magazins „Kommunal“ hat ergeben, dass Angriffe auf Kommunalpolitiker drastisch zugenommen haben. Auch Bremerhavener Politiker sind beunruhigt, einige haben schon Erfahrungen mit Beleidigungen im Netz gemacht.

Strafen für „Hate Speech“

Die Meinungsfreiheit ist verfassungsrechtlich geschützt. Doch nicht uneingeschränkt: Wer im Netz beleidigt, diskriminiert oder droht, muss mit Strafen rechnen. Menschen, die sich von „Hate Speech“ betroffen fühlen, sollten auf jeden Fall etwas dagegen unternehmen, sagt Jana Praßke, Referentin für Medienaufsicht bei der Bremischen Landesmedienanstalt.

Verschiedene Möglichkeiten

Das Löschen in einem sozialen Netzwerk sei nur eine Form, den Hassnachrichten zu begegnen. „Jemand, der Hasskommentare schreibt und dessen Nachricht lediglich gelöscht wird, spürt die Folgen seines Verhaltens nicht so sehr wie bei einer Anzeige oder Strafe“, sagt Praßke.

Was Politiker aus Bremerhaven bereits erlebt haben, lest Ihr am Samstag in der NORDSEE-ZEITUNG.