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Ponderosa: Zuhause für Kakadu und Co.

Ela war einst Teil einer Freiflugshow in einem spanischen Vogelpark, Rico kommt aus einem Versuchslabor und Lorita ist mit ihren 65 Jahren durch die Hände von 20 Vorbesitzern gegangen: Über jeden Vogel, der in der Vogelpension Ponderosa in Dorfhagen zu Hause ist, gibt es eine bewegende Geschichte zu erzählen. 

200 Sittiche und 40 Papageien auf der Ponderosa

Rund 240 Vögel, 40 Papageien und 200 Sittiche, leben bei Michael Habermann und Martin Kaminski-Habermann. Dazu kommen noch einige Enten und Gänse.
Bei einem Rundgang über das sehr gepflegte Gelände, das voll ist mit großen Volieren, kann man kaum glauben, dass vor 14 Jahren alles mit nur einer kleinen Voliere angefangen hat. „Wir haben damals einen verletzten Penanntsittich gefunden, ihn aufgenommen und versorgt. Dann hat es sich einfach entwickelt“, erzählt Michael Habermann.

Hilfe von ehrenamtlichen Vogelfreunden

Er arbeitet in Teilzeit als Krankenpfleger in der Notaufnahme und widmet den Rest seiner Zeit den Vögeln. „Wir sind kein Verein und machen das alles privat“, betont er. Unterstützt wird er von vier ehrenamtlichen Helfern, darunter sein Mann, seine Mutter, ein Senior aus der Nachbarschaft und Lara Langenbach aus Dorfhagen.
Aufgenommen werden unter anderem Tiere aus Beschlagnahmungen. Die Vogelpension arbeitet mit dem Tierasyl Heimatlos in Wittstedt, der Papageienstation Arche Noah in Hoope und verschiedenen Papageienschutzzentren zusammen.

Notfallprogramm für Neuzugänge

Für Neuzugänge gibt es ein Notfallprogramm. Aufgrund möglicher versteckter Erkrankungen bleibt das Tier zunächst im Quarantäneraum und wird vom Tierarzt untersucht. Eine Feder- und Kotprobe soll Aufschluss über den Gesundheitszustand geben. „Viele Tiere, die uns erreichen, kommen aus Einzelhaltung. Wir versuchen, sie zu resozialisieren“, sagt Michael Habermann. Die Vogelpension Ponderosa nimmt auch Urlaubstiere auf, die für einen begrenzten Zeitraum bleiben können. „Die kommen bei uns aber nicht in die Außenanlagen, sondern leben getrennt von den anderen Vögeln, sonst wollen sie nicht wieder nach Hause“, sagt Michael Habermann. (ag)