Präventionsrat plant inhaltliche Neuausrichtung

Der Bremerhavener Präventionsrat arbeitet seit 25 Jahren daran, Kriminalität erst gar nicht entstehen zu lassen und vor allem junge Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Denn Gewalt hat viele Gesichter: Mobbing, Diebstahl, Missbrauch.  Doch schafft er das noch? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Gremium aktuell und will sich neu ausrichten.

„Welche Ziele haben wir? Welche gesellschaftlichen Themen beschäftigen uns? Schaffen wir das, was wir uns vornehmen?“ Dies seien Fragen, die das Netzwerk aus rund 50 Beteiligten sich zurzeit stelle, sagt Annika Dreimann. Seit zwei Jahren ist sie Geschäftsführerin des Präventionsrates.  „Ein Problem ist, dass unsere Arbeit in der Öffentlichkeit leider nicht so sehr wahrgenommen wird.“ Dies führe wiederum dazu, dass unter anderem die Fördergelder zu wenig bekannt seien.

Präventionsrat fördert viele Projekte

Aus dem Landeskonzept „Stopp der Jugendgewalt“ stünden beispielsweise 60 000 Euro pro Jahr zur Verfügung. „Es wäre schön, wenn sich mehr Interessenten bei uns darum bewerben würden“, räumt sie ein. Unterstützt worden seien hierdurch in der Vergangenheit Dinge wie Kunstprojekte, Sportveranstaltungen, Bildungsangebote gegen Rassismus und Schüleraktionen im Bereich Streitschlichtung.

Demokratiefeindliche Einstellungen im Fokus

Natürlich gehe es nicht nur darum, Geld zu verteilen, betont Dreimann. Zumal Aufklärung und Beratung wesentliche Standbeine des Präventionsrates seien. Dennoch: Ein neuer roter Faden müsse her, man wolle sich stärker fokussieren. Unter anderem gehe es verstärkt um gesellschafts- beziehungsweise demokratiefeindliche Einstellungen. „Egal, ob von rechts oder links“, betont sie.