Projekt finanziert Verhütungsmittel für junge Bremerhavener

Wie verhüten, wenn das Geld knapp ist? Ein Problem, mit dem sich finanziell schwache Menschen auseinandersetzen müssen. Abhilfe schafft ein Projekt, das mit Hilfe der Stadt Verhütungsmittel für junge Bremerhavener finanziert, die staatliche Unterstützungsleistungen beziehen.

Bescheinigung zur Kostenübernahme

Für die Umsetzung des Projektes ist die Pro-Familia-Beratungsstelle Bremerhaven zuständig. Einen Antrag auf Kostenübernahme aller ärztlich verordneten Verhütungsmittel – Kondome ausgenommen – können junge Menschen stellen, die ihren Wohnsitz in Bremerhaven haben, mindestens 20 Jahre, aber noch nicht 27 Jahre alt sind und eine der folgenden staatlichen Leistungen erhalten: ALG II/Sozialgeld vom Jobcenter, Grundsicherung/Hilfe zum Lebensunterhalt vom Sozialamt, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Wohngeld und Kinderzuschlag. Wer die Voraussetzungen erfüllt, erhält eine Bescheinigung zur Kostenübernahme für die Apotheke oder Praxis, die dann direkt mit Pro Familia abrechnen.

Rezepte zum Termin mitbringen

Wer die Leistung in Anspruch nehmen möchte, kann sich bei der Pro-Familia-Beratungsstelle anmelden. Zum Termin sollten Rezepte für die Antibaby-Pille oder den Verhütungsring sowie Kostenvoranschläge, etwa für die Spirale mitgebracht werden. Außerdem sind aktuelle Bescheide, beispielsweise des Jobcenters oder Sozialamtes, notwendig, die nicht älter als drei Monate sind. Auch der Personalausweis, Nationalpass oder Passersatzpapier muss vorliegen. Allerdings besteht kein Rechtsanspruch.