Prostitution in Bremerhaven: Sperrbezirk hat sich bewährt

Käuflichen Sex im öffentlichen Raum – den gibt es in Bremerhaven nur noch rund um die Lessingstraße. Fünf Jahre ist es jetzt her, da wurde der stadtweite Sperrbezirk eingerichtet. Mit Erfolg: Das Thema Straßenprostitution hat sich in der Seestadt komplett erledigt. Dieses Fazit zieht Kriminalhauptkommissar Mario Wetjen.

Keine Verlagerung des Straßenstrichs

Wetjen leitet bei der Kriminalpolizei das Kommissariat 2, das unter anderem für Milieu- und organisierte Kriminalität zuständig ist. Er kennt die Entwicklung der Rotlichtszene und weiß: Eine Verlagerung des Straßenstrichs aus der Van-Heukelum-Straße in andere Teile der Stadt, wie zunächst befürchtet, habe nicht stattgefunden. Anfangs seien vereinzelt Prostituierte in der Barkhausentraße oder am Alten Hafen aufgetaucht. „Das waren aber Einzelfälle, und wir haben sofort reagiert“, berichtet er.

Mehrere Gebäude durchsucht

Dass in der Rotlichtszene Kriminalität jedoch nach wie vor ein großes Problem darstellt, zeigt eine groß angelegte Polizeiaktion, bei der am Montag, 18. März 2019, unter anderem in der Lessingstraße mehrere Gebäude durchsucht wurden.

Warum die Polizei weniger mit den Prostituierten, sondern häufiger mit deren männlichen Begleitern Probleme hat, lest Ihr am Sonntag, 24. März, im SONNTAGSjOURNAL der NORDSEE-ZEITUNG.