Prozess-Auftakt nach Messerstecherei in Bremerhaven-Lehe

War Eifersucht im Spiel? Der Staatsanwalt geht davon aus, dass der 32 Jahre alte Angeklagte seinen Nebenbuhler in Bremerhaven töten wollte. Doch dazu soll er nicht mehr gekommen sein, weil ein Passant vorbeikam. Am Dienstag begann die Hauptverhandlung vor dem Bremer Landgericht.

Angriff in der Wülbernstraße

Der Angeklagte und der Lebensgefährte seiner getrennt lebenden Ehefrau waren nach Angaben der Polizei am 3. Dezember des vergangenen Jahres in der Wülbernstraße in Bremerhaven-Lehe in Streit geraten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor.

Angeklagter soll zweimal zugestochen haben

Er soll das 27 Jahre alte Opfer mit einem Küchenmesser zweimal wuchtig in den Oberkörper gestochen haben. Einer der Stiche soll die Leber des Mannes derart verletzt haben, dass es zu lebensbedrohlichen Blutungen in den Bauchraum kam. Bei Totschlag drohen mindestens fünf Jahre Haft. Der Versuch kann milder bestraft werden. Bis zum 8. August sind sieben Verhandlungstage angesetzt.

Denise von der Ahé

Denise von der Ahé

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Redakteurin/Korrespondentin im Bremer Büro der NORDSEE-ZEITUNG. Kam nach Stationen bei der Saarbrücker Zeitung und der Braunschweiger Zeitung immer weiter Richtung Norden. Sie berichtet aus Bremen über alles, was dort entschieden wird und für Bremerhaven spannend und wichtig ist.