Prozess wegen Brandstiftung in Bremerhaven startet

Ist Eiyad A., der wegen vierfacher schwerer Brandstiftung in Bremerhaven angeklagt ist, womöglich in Syrien gefoltert worden? Stehen seine Taten im Zusammenhang mit psychischen Störungen? Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Bremen am Dienstag blieben viele Fragen offen.

Psychische Probleme

Der 22 Jahre alte Angeklagte ist syrischer Staatsbürger. Seit wann er in Deutschland und Bremerhaven lebt und welchen Status er hat, blieb unklar. Weder er noch sein Anwalt wollten sich zu den Taten und den Lebensumständen äußern. Die Themen Folterung und psychische Probleme waren nur kurz Thema. Der Mann, der nur gebrochen Deutsch spricht und auch nicht alles versteht, brauchte vor Gericht einen Dolmetscher. Der übersetzte die Anklage.

Familie mit Kind verletzt

Zwischen Januar 2017 und März 2019 soll der Mann in seiner jeweiligen Wohnung in Lehe Mobiliar entzündet haben. Er lebt jeweils in den unteren Etagen von Mehrfamilienhäusern, in den das Feuer schnell auf die oberen Etagen hätte übergreifen können. Die Menschen konnten sich bei allen Bränden retten. Eine Familie mit einem zweijährigen Kind wurden verletzt und musste stationär behandelt werden.