Raddiebstahl in Bremerhaven frustriert Touristenpaar

Es sollte ein schöner Abend auf ihrer Weser-Radtour werden: Doch für Adelheid Herzberg und Günter Neubauer endete der Urlaub in Bremerhaven mit Entsetzen und Frust: Während die Baden-Württemberger essen waren, klauten Diebe ihre Fahrräder.

„Eindruck, dass Diebstahl egal war“

Entsetzt alarmierten die Touristen die Polizei. Dort riet man ihnen eine Anzeige aufzugeben – das könnten sie auch zu Hause in Marbach tun. „Ich hatte den Eindruck, dass der Diebstahl egal war, das ärgert mich“, sagt die 54-Jährige. In ihrer Heimat sei Raddiebstahl nicht an der Tagesordnung.

Kein Kavaliersdelikt

Hier berichteten ihr aber viele Leute, dass sie schon ein solches Erlebnis gehabt hätten. „Das ist doch kein Kavaliersdelikt“, empört sich die Urlauberin, die nach ihrer Rückkehr auch den Oberbürgermeister anschreiben will. Die Bremerhavener Polizei möchte nicht den Eindruck vermitteln, dass Raddiebstahl nicht ernst genommen werde.

Nichts falsch gemacht

Auf Nachfrage von Nord24 heißt es, dass das Paar alles richtig gemacht hätte: Die Räder waren gut gesichert und an einem belebten Ort abgestellt. Dass die Diebe das nicht abgeschreckt habe, sei wirklich Pech.

Polizei rückt nicht immer aus

Richtig sei aber, dass Polizeistreifen nur zu Raddiebstählen ausrückten, wenn der Täter vielleicht noch in Sichtweite ist oder Spuren hinterlassen hat. Sonst werden die Betroffenen aufgefordert, Anzeige in der nächsten Wache zu erstatten.

Maike Wessolowski

Maike Wessolowski

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In Remscheid, der "Seestadt auf dem Berge", aufgewachsen. Nach beruflicher und privater Wanderschaft durch Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen hat sie in der Seestadt Bremerhaven festgemacht. Dort, wo schon der Opa am liebsten Schiffe geguckt hat, will sie Menschen und ihre spannende Geschichten entdecken.