Rat ausländischer Mitbürger ärgert sich über den Magistrat

Die Stadtverwaltung Bremerhaven sagt, der Rat ausländischer Mitbürger (RaM) ist seit zwei Jahren seiner Verpflichtung nicht nachgekommen und hat keine Berichte erstellt. Deren Vorsitzende widerspricht. In der Stadtverordnetenversammlung hat das Thema für eine hitzige Diskussion gesorgt. 

Hitzige Debatte in der Stadtverordnetenversammlung

Seit zwei Jahren soll der RaM keine Berichte abgelegt haben oder für die Verwaltung erreichbar gewesen sein. „Das können wir nicht hinnehmen“, sagte Petra Coordes von den Grünen. Der RaM sei ein wichtiges Gremium für den interkulturellen Zusammenhalt in der Stadt. Auch die Politiker der anderen Parteien stimmten ihr zu, nur die Vertreter der rechten Parteien (BIW und AfD) forderten die Abschaffung des Ausländergremiums. Das sorgte für eine hitzige Debatte unter den Stadtverordneten.

Ausländerrat weist Vorwürfe von sich

RaM-Vorsitzender Daniel Soares widersrpicht: „Ich habe den Jahresbericht 2016 schon 2017 eingereicht, aber im Amt ist er offenbar nicht angekommen.“ Einen Tag vor der Stadtverordnetenversammlung habe er die Unterlagen noch einmal an die Sozialdezernentin Claudia Schilling (SPD) gemailt. Magistratssprecher Volker Heigenmooser bestätigt den Maileingang. Sagt aber: Der Magistrat könne diese inhaltlich nicht nachvollziehen, außerdem sei nicht klar, ob die Berichte vom Gremium beschlossen wurden.

Laura Bohlmann-Drammeh

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Nach dem Studium der Journalistik und der "Modern Indian Studies" in Bremen, Göttingen und Indien, hat Laura Bohlmann-Drammeh in Bremen volontiert. Jetzt unterstützt sie die Nordsee-Zeitung in der Stadtredaktion und freut sich, wieder in der alten Heimat zu sein. Aufgewachsen ist sie nämlich in Cuxhaven.