Razzia auch in Bremerhaven wegen Vermittlung von Scheinehen

Großeinsatz der Bundespolizei in Bremerhaven: Wegen des Verdachts der Vermittlung von Scheinehen gab es eine Durchsuchungsaktion in der Seestadt. Aber auch in anderen Städten fanden Razzien statt. 

Zwölf Objekte im Visier

Bundespolizei und dänische Sicherheitskräfte haben insgesamt zwölf Objekte in Norddeutschland und auf der dänischen Ostseeinsel Ærø durchsucht. Etwa 150 Kräfte seien am Mittwoch im Einsatz gewesen, teilte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion in Hannover mit.

Durchsuchungen auch auf Sylt

Allein in Hamburg seien sechs Wohnungen und ein Geschäftsraum betroffen gewesen. Weitere Durchsuchungen gab es auch in Bremerhaven, auf Sylt sowie auf Ærø. Ziel sei es gewesen, Beweismaterial sicherzustellen.

Fünf deutsche Staatsbürger unter Tatverdacht

Festgenommen worden sei niemand. Fünf deutsche Staatsbürger – vier davon mit Migrationshintergrund – gelten als tatverdächtig. Sie sollen in EU-Ländern Personen gesucht haben, die in Deutschland ihren Wohnsitz nahmen und dann zum Schein Menschen aus Asien heirateten. Dadurch konnten diese ein Aufenthaltsrecht bekommen.

Eheschließungen auf Ærø

Die Eheschließungen hätten überwiegend auf Ærø stattgefunden, weil es dort für Ausländer leichter sei. Es seien aber auch Eheschließungen in den USA erfolgt. In den vergangenen zwei Jahren dürfte die Bande etwa 1000 Scheinehen vermittelt haben. (lni)