Retter in Bremerhaven angegriffen: Opfer fordert Schmerzensgeld

Ein Retter ist im April 2017 bei einem Einsatz in Bremerhaven von einem Patienten angegriffen worden. Bis heute ist der Feuerwehrmann dienstunfähig. In einem Zivilprozess fordert der Retter nun ein Schmerzensgeld in Höhe von 12.500 Euro.

Kein Kompromiss

Eine gütliche Einigung war bislang nicht zustande gekommen, weil der Täter die geforderte Summe angeblich nicht aufbringen kann. Am Montag unternahm der Richter in Bremen einen erneuten Versuch. Die Kompromisslösungen führten zu nichts. Der Prozess wurde vertagt. Gutachter sollen klären, ob der Täter nur eingeschränkt schuldfähig ist.

Im Rettungswagen angegriffen

Zum Vorfall: In Leherheide war eine hilflose Person gemeldet. Sie fanden ihn unterkühlt und alkoholisiert. Notarzt und Retter brachten ihn ins Rettungsfahrzeug. Auf dem Weg zum Krankenhaus sprang der Patient auf und griff den Helfer an.

1000 Euro Geldstrafe

Beim Strafverfahren kurz nach der Tat erhielt der Täter eine Geldstrafe von 1000 Euro, was viele Beamte als lächerlich bezeichneten. Erst kurz danach wurden die Strafen verschärft.

Was die Feuerwehr für den Retter tut und wie seine Kollegen ihn unterstützen, lest ihr am Dienstag in der NORDSEE-ZEITUNG.