Bremerhaven: Dieser Mann haucht dem Goethe-Quartier Leben ein

Rolf Thörner hat sich in das Goethe-Quartier verliebt. Deswegen ist der passionierte Haus-Sanierer aus Berlin nach Bremerhaven gezogen, um zur Gesundung des Viertels beizutragen. Zwei Häuser hat Thörner in der Goethestraße bereits vom Feinsten saniert. Jetzt nimmt er sich die Mutter aller Schrottimmobilien, das so genannte Dietzel-Haus, an der Ecke Lutherstraße vor.

Die Mutter aller Schrottimmobilien wird saniert

Die meisten hatten den markanten Eckbau wegen der bröckelnden Fassade und den eingestürzten Decken schon abgeschrieben. Doch Thörner ließ sich von den negativen Expertisen nicht schrecken. „Da habe ich schon schlimmere Fälle erlebt“, ließ er wissen und machte sich an die Arbeit. In drei Monaten will er so weit sein und den Bauantrag einreichen. Für die Sanierung rechnet er ein Jahr. Die erste Etage hat er für sich selbst reserviert.

Originalgriffe vom Berliner Flohmarkt

Wenn es an die Sanierung von Gründerzeithäusern geht, macht Thörner keine halben Sachen. Er ist geradezu besessen davon, dem historischen Original so nahe wie möglich zu kommen. Weil in der Goethestraße 50a die alten Tür- und Fenstergriffe nicht mehr vorhanden waren, suchte er sich Originale aus jener Zeit auf Berliner Flohmärkten zusammen. Die Schrauben für die Befestigung wurden in Salmiakgeist eingelegt, damit sie „antik“ anlaufen.