Sanierung von „Gorch Fock“ dauert wohl ein Jahr länger

Die aufwendige jahrelange Reparatur des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ in Bremerhaven verzögert sich nach einem Bericht des NDR und des ARD-Hauptstadtstudios um ein weiteres Jahr.

Kosten steigen nicht

Statt wie geplant im Frühjahr kommenden Jahres werde das Schulschiff der Bundesmarine voraussichtlich erst im April 2020 wieder zur Verfügung stehen. „Es deutet sich eine zeitliche Verzögerung an“, sagte ein Marinesprecher dazu am Dienstag. „Alles andere wird dann bewertet.“ Die Masten hätten noch nicht wieder eingesetzt werden können und es gebe Probleme mit dem Wiedereinbau des Motors, heißt es im Bericht. Auf die Reparaturkosten habe das keine Auswirkungen, denn mit der Werft sei ein Festpreis von 135 Millionen Euro vereinbart. Ursprünglich waren für die 2016 begonnenen Arbeiten 75 Millionen Euro veranschlagt.

Gravierende Mängel

Die Instandsetzung des 1958 gebauten Dreimasters wird in Bremerhaven durchgeführt. Bei einer Überprüfung waren gravierende Mängel zutage getreten, unter anderem bei der Beplankung. Wegen der Kosten hatte auch der Bundesrechnungshof ein Prüfverfahren eingeleitet. Der Bund der Steuerzahler hatte kritisiert, ein Neubau wäre billiger geworden als die Instandsetzung. Aktuell nutzt die Marine das rumänische Schwesterschiff „Mircea“ als Ersatz. (dpa)