Schulsystem in Bremerhaven unter der Lupe: Die Oberschule kann bleiben

Die Aufteilung in Oberschule und Gymnasium stimmt, aber die Unterrichtsqualität noch nicht: Zu diesem Ergebnis kommt eine nationale Expertenkommission, die das vor acht Jahren reformierte Schulsystem im Land Bremen ein Jahr lang unter die Lupe genommen hat.

„Bildungserfolg hängt noch von der sozialen Herkunft ab“

Am Dienstag kam das Signal aus der Politik, den Schulkonsens mit dem Zwei-Säulen-Modell fortsetzen zu wollen. Das Kernziel der Reform, dass Bildung nicht mehr von der sozialen Herkunft abhängt, wurde nicht erreicht, sagen die Bildungsforscher.

Seltener auf dem Gymnasium

„Schüler aus sozial schwächeren Familien besuchen weiterhin seltener das Gymnasium, machen seltener Abitur und schneiden bei den Kompetenzen schlechter ab“, sagt Professor Kai Maaz, der das Expertenteam geleitet hat. Da habe sich nichts geändert.

Experte: Das muss an den Schulen besser werden

„Die Zwei-Säulen-Struktur aus Oberschulen und Gymnasien hat sich etabliert“, sagt Maaz. „Das Modell ist zukunftsfähig und offen für Modernisierungen.“ Das heißt: Aus Sicht der Forscher kann das System aus Oberschulen und Gymnasien im Land Bremen bleiben. „Besser werden müssen die Unterrichtsqualität, die Prozesse und die passgenaue Verteilung der Ressourcen“, sagt Maaz.

Denise von der Ahé

Denise von der Ahé

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Redakteurin/Korrespondentin im Bremer Büro der NORDSEE-ZEITUNG. Kam nach Stationen bei der Saarbrücker Zeitung und der Braunschweiger Zeitung immer weiter Richtung Norden. Sie berichtet aus Bremen über alles, was dort entschieden wird und für Bremerhaven spannend und wichtig ist.