Sebastian Furchner und die Entschuldigung bei Cody Lampl

In Wolfsburg kann man verlieren. Ein 3:5 nach guter Leistung der Fischtown Pinguins – kein Beinbruch. Doch in diesem Fall ist das ein typischer Fall von Denkste: Im Lager des Bremerhavener DEL-Klubs ist der Ärger über die Niederlage nämlich groß. Und ein Mann rückt dabei besonders in den Fokus: der Ex-Pinguin und jetzige Wolfsburger Sebastian Furchner.

Cody Lampl muss für einen fairen Check auf die Strafbank – Wolfsburg nutzt den Umstand für die Entscheidung

Furchner erzielte nämlich im Powerplay das wohl spielentscheidende 4:1 für die Grizzlys. Doch diesen Treffer in der 43. Minute, als die Pinguins mit einem Konzept in der Hinterjagd zur Aufholjagd blasen wollten, hätte es niemals geben dürfen. Denn das Überzahlspiel der Wolfsburger, Grundlage des Tores, war das Resultat einer glatten Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns Eric Daniels/Marc Iwert. Die Referees hatten Pinguins-Verteidiger Cody Lampl nach einem angeblichen Bandencheck gegen Furchner auf die Strafbank geschickt. Dabei handelte es sich bei der Aktion um einen fairen Zweikampf.

Krach an der Bande ist kein Beweis für ein Foulspiel

„Der Check war fair“, sagte selbst Furchner nach der Partie. „Ganz ehrlich: Wenn der Lampl gewollt hätte, hätte er mich ganz böse an der Bande zusammenfahren können. Hat er aber nicht gemacht.“ Die Schiedsrichter schienen sich bei ihrer Entscheidung allein auf den Krach verlassen zu haben, den das harte Einsteigen von Lampl an der Bande verursacht hatte. Aber: Nur Lärm allein ist kein Beweis für ein Foulspiel.

Alfred Prey schnaubt vor Wut

„Die Entscheidung der Schiedsrichter in dieser Situation? Die kommentiere ich nicht“, schimpfte Pinguins-Teammanager Alfred Prey nach der Schlusssirene. Man merkte, dass der Ober-Pinguin vor Wut schnaubte und sich quälen musste, nicht doch noch etwas über die Schiris zu sagen. Zum Spiel fand Prey dann aber doch noch Worte: „Das 4:1 für die Wolfsburger war der Knackpunkt, definitiv. Das hat unsere Pläne zerstört.“

Furchner ist ein großer Sportsmann und geht auf Lampl zu

Furchner selbst ist übrigens noch während des Spiels auf Lampl zugegangen und hat ihn auf den Check und das 4:1 angesprochen. „Ich habe mich bei ihm entschuldigt“, sagte Furchner und fügte den Grund an: „Nach dem Tor zum 4:1 bin ich zu Lampl in Richtung Strafbank gefahren – und das gehört sich nicht. Ich dachte, aus dem Alter bin ich raus. Aber manchmal kommen halt Emotionen hoch.“ Lampl nahm die Entschuldigung an. „Letztlich müssen wir mit dem leben, was die Schiedsrichter entscheiden“, so der Pinguins-Verteidiger.