Senvion: Traum von Windkraft in Bremerhaven ist vorbei

Mit Schließung des Senvion-Werks wird die Offshore-Windindustrie in Bremerhaven Geschichte sein. Viele machen Bundesumweltminister Peter Altmaier für die Krise der Offshore-Windbranche mitverantwortlich.

Boom Ende der 2000er

Ende der 2000er Jahre entstanden im Fischereihafen riesige Hallen. Damals rieb sich manch einer im krisengeplagten Bremerhaven verwundert die Augen: Neue Industriearbeitsplätze? Tausende? Für Schweißer, Schlosser, arbeitslose Werftarbeiter? Das Glück währte kaum zehn Jahre.

Pannen

Zunächst gab es einige Pannen. Der Hersteller Adwen musste gerade erst installierte Gondeln reihenweise in die Werkstatt zurückholen und reparieren; eine fiel sogar teilweise ins Meer. Senvion musste Dutzende Rotorblätter austauschen, weil sie im strammen Seewind schneller Risse bekamen als gedacht.

Plötzliche Kürzung

Trotzdem hätten auch die Bremerhavener Windkraftpioniere eine zweite Chance bekommen, wenn ihnen die Politik nicht in die Parade gefahren wäre. Davon ist Ralf Schnorrenberger, Chef der Bremerhavener Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS überzeugt. Immer wieder genannt, werden die „Strompreisbremse“ von 2014 und die Reduzierung der Ausbauziele für Offshore-Windparks – „Das war mal eben eine Kürzung um 40 Prozent“, rechnet Schnorrenberger vor.

Mehr über die Geschichte der Windkraft in Bremerhaven lest ihr am Freitag in der NORDSEE-ZEITUNG.