Bekommt die „Seute Deern“ einen Stahlmantel verpasst?

Um die „Seute Deern“  im Alten Hafen von Bremerhaven ist es offenbar schlimmer bestellt, als angenommen. Das geht aus einem Protokoll der Arbeitsgruppe hervor, die sich um die Rettung der Bark kümmert. Selbst eine Teilabwrackung und der Ankauf eines neuen Traditions-Großseglers sind im Gespräch.

Suche nach Lösungen für die „Seute Deern“

Experten hatten die hölzerne Bark im vergangenen Jahr untersucht und notwendige Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen aufgelistet. Im Februar wurde das Ergebnis bei der Sitzung des Rettungskommandos „Seute Deern“ – an ihrer Spitze steht der ehemalige Stadtverordnetenvorsteher Artur Beneken – vorgestellt. Anschließend wurden im Beisein der Führungsspitze des Deutschen Schiffahrtsmuseums mögliche Lösungen diskutiert.

Vorschlag: Bark unterhalb des Zwischendecks durchtrennen

Eine der Lösungsvarianten sieht vor, dass das Schiff in eine Stahlhülle gepackt werden soll. Das bedeutete eine Dockzeit von mindestens sechs Monaten, heißt es in einem Protokoll. Verbaut werden müssten zwischen 6000 und 8000 Tonnen Stahl. Ein weiterer Vorschlag: Die „Seute Deern“ unterhalb des Zwischendecks durchtrennen. Anschließend könnte der obere Teil an Land aufgestellt werden. Parallel dazu sollte dann – so die Idee –  ein anderer Tradions-Großsegler als Hingucker in den Alten Hafen gelegt werden. Genannt wurde von der Arbeitsgruppe das ehemalige Schulschiff „Gorch Fock I“. Der Dreimaster liegt im Hafen von Stralsund.