„Seute Deern“: Gutachter gaben bereits 2017 Alarm

Der Zustand der „Seuten Deern“ in Bremerhaven wurde bereits 2017 in einem Gutachten als kritisch eingestuft. Das bisher unter Verschluss gehaltene Papier liegt jetzt vor.

Zustand des Kiels kritisch

Das Gutachten war Grundlage für die Idee, den 100 Jahre alten Segler in einer gläsernen Werft direkt am Alten Hafen zu sanieren. Hier einige Auszüge: Die Spanten weisen im Bereich der Bilge einen starken bakteriellen und mykologischen (Pilz) Befall auf. Der Zustand des Kiels ist kritisch. So ist er im oberen Bereich an mehreren Stellen durchtrennt und entfernt. Die Kielbalken im unteren Bereich weisen starken Zerfall durch Holzfäulnis auf.

In der Abbildung ist der bauliche Zustand farblich markiert. Rot steht für schlechten Zustand oder das Bauteil fehlt in der Struktur ganz, orange kann repariert werden und grün ist in Ordnung oder benötigt eine Wartung. Visualisierung: Judel/Vrolijk & Co
In der Abbildung ist der bauliche Zustand farblich markiert. Rot steht für schlechten Zustand oder das Bauteil fehlt in der Struktur ganz, orange kann repariert werden und grün ist in Ordnung oder benötigt eine Wartung. Visualisierung: Judel/Vrolijk & Co

Stahl unter Deck verrottet

Im Bug ist das stählerne Zwischendeck nach vorne verlängert und mit den Stahlspanten verbunden. Dort ist der Boden stark korrodiert, es verbleibt nur noch ein Bruchteil der ursprünglichen Plattenstärke.

Die hinteren Decksbalken sind in einem sehr schlechten Zustand hieß es bereits 2017.
Die hinteren Decksbalken sind in einem sehr schlechten Zustand hieß es bereits 2017.

Runderneuerung bereits 2017 angekündigt

Ausblick: Im Laufe einer Sanierung (Einschätzung 2017) müsste nahezu das komplette Schiff  Stück für Stück alt gegen neu ausgetauscht werden ist. Für diesen Prozess muss von einem langen Werftaufenthalt ausgegangen werden.