Shisha-Unfall in Bremerhaven: Katastrophe näher als gedacht

Fast wäre es zur Katastrophe gekommen: Die beiden jungen Frauen, die am Samstag in der Shisha-Bar in Bremerhaven-Lehe den Notruf alarmiert haben, hatten einen fast tödlichen Wert an Kohlenmonoxid im Blut. Das hat nord24 aus Expertenkreisen erfahren. 

Kohlenmonoxid-Werte alarmierend hoch

Die Rettungskräfte hatten bei dem Großeinsatz in der Shisha-Bar in ihren Körpern einen Kohlenmonoxid-Wert von 41 Prozent gemessen. Das löst Bewusstlosigkeit und Übelkeit aus. Ab einem Wert von 50 Prozent droht Lebensgefahr, wenn keine Abhilfe geschaffen wird. Nur weil die beiden Frauen klug genug waren, den Rettungsdienst zu alarmieren, ist nichts Schlimmeres passiert.

Betreiber meint, alles sei ordnungsgemäß

Laut Betreiber gab es eine Lüftungsanlage in der Shisha-Bar. Seit drei Jahren sei sie im Einsatz und bisher nie etwas passiert, erklärte er gegenüber nord24.

Mehrere Mängel festgestellt

Das Bauordnungsamt hat bei einer Begehung festgestellt, dass die Lüftungsanlage aber nicht ausreichend war. Außerdem seien hygienische Mängel und blockierte Fluchtwege festgestellt worden. Die Bar ist bis auf Weiteres geschlossen.

Laura Bohlmann-Drammeh

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Nach dem Studium der Journalistik und der "Modern Indian Studies" in Bremen, Göttingen und Indien, hat Laura Bohlmann-Drammeh in Bremen volontiert. Jetzt unterstützt sie die Nordsee-Zeitung in der Stadtredaktion und freut sich, wieder in der alten Heimat zu sein. Aufgewachsen ist sie nämlich in Cuxhaven.