Sie sorgen für fließendes Wasser

Kühles Wasser – das ist gerade bei diesem heißen Wetter so wichtig wie nie. Doch dass es auch wirklich aus dem Wasserhahn kommt, wenn man es braucht, dafür sorgen Jürgen Haase und seine Kollegen. Er ist Netzmeister im Netzleitcenter in der Stadt Bremen – zuständig für alle Versorgungsleitungen in Bremerhaven und Bremen.

Das Netzleitcenter befindet sich auf dem Wesernetz-Werksgelände in Bremen-Woltmershausen, ganz in der Nähe der Brauerei in der Neustadt. Hier wird der Verbrauch von Strom, Erdgas, Wärme und nicht zuletzt des Trinkwassers in den beiden Städten des Landes Bremen überwacht – an einer Vielzahl von Monitoren und großen Bildschirmen: rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Ihre Hauptaufgabe: sicherstellen, dass Wasser, Strom, Erdgas und Wärme reibungslos transportiert werden.

Ein Puffer für die Trinkwasserreserven

Beim Trinkwasser achten die Mitarbeiter besonders darauf, dass mögliche Verbrauchsspitzen ausgeglichen werden. Dafür wird ein Puffer an Trinkwasserreserven vorgehalten. Ein besonderer Blick gilt auch immer der Seestadt. „Für die Wasserversorgung in Bremerhaven steuern wir auch die Wasserwerke in Leherheide, Langen und Bexhövede. Zudem achten wir darauf, dass überall in der Stadt immer ausreichend Trinkwasser bei gleichbleibendem Druck in den Leitungen zur Verfügung steht“, erläutert der Netzmeister.

Hitze sorgt für höheren Wasserverbrauch

Wird denn durch die aktuelle Hitze mehr Wasser verbraucht als sonst? Ja, weiß Sprecher Alexander Jewtuschenko. Im Jahresmittel liege der Verbrauch von Trinkwasser in der Seestadt bei etwa 23 Millionen Litern. „Das entspricht etwa 165 000 Badewannenfüllungen“, veranschaulicht er die Menge. An sehr heißen Tagen gebe es Verbrauchsspitzen um die 27 Millionen Liter. „Doch auch dieser Mehrverbrauch liegt innerhalb unseres vorsorglich einberechneten Puffers“, versichert Jewtuschenko.