SPD und Grüne fordern mehr Freiheiten für Kiffer im Land Bremen

Wer eine kleine Cannabis-Plantage für den Eigengebrauch betreibt, soll straffrei bleiben. Und auch die Menge für den straffreien Konsum soll erhöht werden. Das fordern die Bremer Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen. Sie erhöhen den Druck auf den Senat.

10 Gramm in anderen Bundesländern erlaubt

Seit zwei Jahren gibt es entsprechende Anträge, aber nichts ist passiert. Nun arbeiten beide Fraktionen an einem neuen Antrag. Derzeit sind im Land Bremen 6 Gramm Cannabis für den Eigenbedarf erlaubt. Die Grüne wollen 15 Gramm ermöglichen. Damit läge das Land Bremen bundesweit an der Spitze. Die SPD will 10 Gramm legalisieren. Ein Wert, der schon in mehreren Bundesländern erlaubt ist.

Entlastung der Gerichte

Ziel ist die Entkriminalisierung des Cannabis-Konsums. Würden 15 Gramm erlaubt, könnten die Gerichte viele Verfahren einstellen, sagen die Grünen. Auch der private Cannabis-Anbau soll in geringen Mengen straffrei bleiben.

CDU übt harsche Kritik

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion übte harsche Kritik. Abgeordneter Rainer Bensch sprach von einer „Bagatellisierung“ des Cannabiskonsums. Der Wirkstoffgehalt von Cannabis habe sich in den vergangenen Jahren erhöht. Inzwischen sei Cannabis für junge Menschen oft der Einstieg in den Konsum harter Drogen.