Sportminister fordern härtere Strafen bei Gewalt gegen Schiedsrichter

Härtere Strafen für die Täter und eine bessere Vorbildfunktion der Spitzensportler – so soll die Gewalt gegen Schiedsrichter im Fußball eingedämmt werden. Das zumindest ist die Ansicht der Sportminister der 16 Bundesländer, die in Bremerhaven tagten.

Fast 3000 Angriffe

In der Saison 2018/19 ist es in Deutschland zu fast 3000 Angriffen auf Schiedsrichter im Amateurbereich gekommen, bilanzierten die Sportminister. In einzelnen Fußball-Landesverbänden seien wegen Protesten der Schiedsrichter teils komplette Spieltage der Amateurklassen ausgefallen. Unter diesen Umständen werde es immer schwieriger, Nachwuchs zu gewinnen.

Auch andere Sportarten betroffen

Veronika Rücker, Vorsitzende des Deutschen Olympische Sportbundes (DOSB), sagte, das Problem sei weiter verbreitet als bisher bekannt, auch in anderen Sportarten. Im Fußball sei es nur besonders auffällig. Sie betonte, dass über Strafen hinaus an die Vorbildfunktion der Spitzensportler appelliert werden müsse

Mehr Respekt zeigen

Spieler und Trainer müssten sich den Schiedsrichtern gegenüber respektvoller verhalten und deren Funktion als im wahrsten Sinne Unparteiische anerkennen. In Initiativen wie den Fair-Play-Ligen, wo die Nachwuchsfußballer bis zur F-Jugend ohne Schiedsrichter spielen, sieht sie ein gutes Mittel, für mehr Respekt im Umgang miteinander zu werben.