Stadtverordnete verklagt: Verwaltungsgericht tagt in Bremerhaven

Das Verwaltungsgericht Bremen tagt am Mittwoch in Bremerhaven. Der Grund: Die Wählervereinigung „Bürger in Wut“ (BIW) hat die Stadtverordnetenversammlung verklagt.

Vorwurf: Heimlichtuerei

Die BIW haben den Eindruck, dass die beiden Parteien, die die Mehrheit haben, unliebsame Anträge der Opposition und Debatten, die der Koalition zwischen SPD und CDU schaden könnten, in den nicht-öffentlichen Teil der Sitzung verlagert. Dann müssen Zuschauer und die Presse den Saal verlassen.

Thema: Sozialbetrug

Im konkreten Fall, der am Mittwoch ab 10.15 Uhr im Stadthaus verhandelt wird, geht es um den Sozialbetrug und die Frage, wer dafür mitverantwortlich ist. Die BIW stellten einen Antrag: Der Magistrat soll prüfen, ob gegen den früheren Sozialdezernenten Klaus Rosche (SPD) und die Sozialamtsleiterin Astrid Hendriksen ein Disziplinarverfahren eingeleitet werden kann.

CDU und SPD weisen Vorwurf zurück

Die Debatte darüber legte Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Lückert (SPD) in den vertraulichen Teil. Die Fraktionschefs von CDU und SPD weisen den Vorwurf zurück: Das Thema rechtfertige Vertraulichkeit. Die „Bürger in Wut“ sehen das anders und haben geklagt. Nun muss das Gericht entscheiden.

Maike Wessolowski

Maike Wessolowski

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In Remscheid, der "Seestadt auf dem Berge", aufgewachsen. Nach beruflicher und privater Wanderschaft durch Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen hat sie in der Seestadt Bremerhaven festgemacht. Dort, wo schon der Opa am liebsten Schiffe geguckt hat, will sie Menschen und ihre spannende Geschichten entdecken.