Stimmzettel werden neu ausgezählt

Die erneute Auszählung der Stadtverordnetenwahl geht langsamer voran als erwartet. Von mehr als 34000 Stimmzetteln sind am Montag erst 2434 überprüft worden. Das Interesse der Bürger an der öffentlichen Zählung hielt sich in Grenzen. Zwischenfälle gab es nicht

Versiegelte Umschläge aus dem Archiv geholt

Die ersten Kartons mit den in versiegelten Umschlägen aufbewahrten Stimmzetteln sind am Montagmorgen aus dem Archiv im Keller des Stadthauses in den Sitzungssaal gebracht worden. Sie werden dort unter Aufsicht des fünfköpfigen Vorstands der Stadtverordnetenversammlung geöffnet und mit den von den Wahlvorständen übermittelten Ergebnislisten verglichen.

Zählung soll in den nächsten Tagen Fahrt aufnehmen

„Am Morgen waren alle noch sehr angespannt“, sagt Irene von Twistern. „Das ist schließlich ein Novum in der Stadtgeschichte, und alle wussten, welche Last auf ihren Schultern liegt.“ Sie sei aber zuversichtlich, dass sich die Anspannung löst und die Zählung in den kommenden Tagen Fahrt aufnimmt. „Unsere Maßgabe ist“, so von Twistern, „dass sich niemand der Zähler gehetzt fühlen soll.“ Die Freiwilligen würden ihre Arbeit sehr konzentriert und sorgfältig ausführen.

Besucher dürfen die Zähler weder bedrängen noch ansprechen

Damit die Konzentration nicht gestört wird, dürfen Besucher sie weder bedrängen noch in irgendwelche Gespräche verwickeln. Die Beschwerdeführer der BIW, deren drei Stadtverordnete komplett erschienen waren, wurden gebeten, in direkter Nähe der Helfer keine Gespräche zu führen. Zwischenfälle gab es nicht. Für den Fall der Fälle sind aber Sicherheitskräfte vor Ort.