Supermarkt CAP in Bremerhaven muss schließen

Am 30. September schließt der „CAP“-Markt an der Deichstraße in Bremerhaven-Mitte. Seit 2012 bietet der Nahversorger hier fast alles, außer frischem Fleisch und frischem Käse. Der CAP beschäftigt unter den 18 Mitarbeitern auch acht Menschen mit Schwerbehinderung. Belegschaft und Stammkunden sind ratlos.

Jobs in anderen Märkten?

„Wir hoffen alle auf Optionen in anderen Supermärkten“, bemüht sich Marktleiter Thomas Hünken um Zuversicht. Weniger optimistisch ist Volker Krüger: „Unsere beeinträchtigten Verkäufer sind ja speziell für diese Branche ausgebildet“, erklärt der Stellvertretende Geschäftsführer der Elbe-Weser Werkstätten (EWW). „Es gibt in Bremerhaven nichts Vergleichbares.“

Erster Integrationsbetrieb

Die EWW haben den Markt vor sechs Jahren als stadtweit ersten Integrationsbetrieb aufgebaut und betrieben. Er ist besonders auf den Einkaufskomfort für ältere und behinderte Menschen konzipiert. Aber, so Krüger, es hat sich nicht gerechnet.

Konkurrenz durch Ansiedelung

„Dem wachsenden Wettbewerbsdruck können wir nicht standhalten“, betont EWW-Chef. „Mit dem geplanten großen Supermarkt auf dem Kistner-Gelände“,  sagt Krüger, „verlieren wir noch mehr Umsatz.“  Jede Menge Stammkunden ringsum aus der Nachbarschaft verlieren ihren Nahversorger, ihren Stammtisch im Café und sind ratlos.