Timke über Zahl der Raubüberfälle beunruhigt

Der Bremerhavener Jan Timke ist besorgt. Der Stadtverordnete der Bürger in Wut (BIW) hat die Mitteilungen der Polizei durchgesehen: „In den vergangenen fünf Wochen sind auffallend viele Raubüberfälle in Bremerhaven verübt worden“, meint Timke und hat eine Anfrage an den Magistrat geschickt, die dieser im Ausschuss für öffentliche Ordnung beantworten soll. Die Polizei kann indes eine Häufung nicht bestätigen.

Timke vermutet weitere Straftaten

„Das erste Opfer dieser Serie, die am 7. März begann, war ein Juwelier. Es folgten eine Gaststätte (14. März), eine Spielhalle (20. März), zwei Tankstellen (25. und 31. März), eine Postfiliale (6. April), ein Wettbüro (7. April) und zuletzt ein Supermarkt (11. April)“, zählt Timke auf. Und er vermutet noch eine weit größere Zahl von Straftaten dieser Art, die von der Ortspolizeibehörde aus ermittlungstaktischen Gründen bislang nicht publik gemacht worden sei. Er will vom Magistrat wissen, welches Ausmaß dieses Straftatenphänomen, wie er es bezeichnet, in der Seestadt angenommen hat und was unternommen wurde, um die Delikte aufzuklären.

Raubserie treibt den Trend nach oben

Die Polizei beobachtet die Lage jedoch anders: „Von einer Ballung von Raubüberfällen auf Ladengeschäfte gehen wir derzeit nicht aus“, sagt Frank Schmidt, Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit. Er sieht eher ein subjektives Empfinden bei der Zunahme der Taten und verweist auf die Zahlen der vergangenen Jahre: 23 im Jahr 2015, 24 im Jahr 2016 und elf bis zum 17. April dieses Jahres. „Der leicht ansteigende Trend lässt sich durch Einzeltäter begründen, die eine Serie hingelegt haben“, sagt Schmidt. Einige dieser Täter seien ermittelt worden und säßen zum Teil in Untersuchungshaft.