Ungereimtheiten im Senats-Streit um die „Seute Deern“

Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) hat vor den hohen Kosten einer Sanierung der „Seuten Deern“ gewarnt und das Projekt in der vergangenen Woche gänzlich infrage gestellt. Und das, obwohl bereits im Juni vergangenen Jahres das Land versichert hat, dass es Millionen zur Rettung der Bark investieren will.

So zahlt in Berlin niemand

Nur mit dieser Zusicherung, selbst viel Geld in die Hand zu nehmen, bestand überhaupt die Chance, in Berlin 17 Millionen Euro Bundesmittel für die Sanierung zu bekommen. Um die Bundesmittel hatte sich damals der SPD-Bundestagsabgeordnete Uwe Schmidt gekümmert. Er versichert, ohne die Zusicherung des Senats, selbst viel Geld zu investieren, hätte er nicht einen Cent aus Berlin für die „Seute Deern“ bekommen. Er ist deshalb verärgert, dass die Grünen jetzt auf einmal das Projekt hinterfragen.

Sielings Zusage an Berlin: Das Land zahlt

Ein Brief von Regierungschef Carsten Sieling (SPD) an den SPD-Sprecher im Bundeshaushaltsausschuss Johannes Kahrs belegt, dass das Land bereits im Juni vergangenen Jahr versichert hatte, mit Landesmitteln in gleicher Höhe die Millionen aus Berlin zu ergänzen.