Urteil im Kokain-Prozess: 9 Jahre Haft für Hauptangeklagten

Das Landgericht hat im Bremerhavener Kokain-Prozess die Urteile für die drei Angeklagten gesprochen. Sie wurden zu Haftstrafen zwischen 9 Jahren und 5 Jahren und 6 Monaten verurteilt.

100 Kilo Drogen

Angeklagt waren drei Männer aus Bremerhaven im Alter zwischen 41 und 57 Jahren, die zu Beginn des Jahres 2017 rund 100 Kilo Kokain aus dem Hafen geschmuggelt haben sollen. Die Drogen waren in den Kühlaggregaten von Containern versteckt worden.

Bayram hält sich für unschuldig

Hauptangeklagter war Muhiddin Bayram. Er beteuerte immer seine Unschuld und wollte bewusst von der Presse mit vollem Namen genannt werden. Die Staatsanwaltschaft hatte für ihn 11 Jahre und 4 Monate Haft gefordert, weil er der Organisator gewesen sein soll. Sein Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert.

9 Jahre Haft

Das Gericht sah ihn nicht als Drahtzieher einer im großen Stil agierenden Bande an. Aber er hatte wie die anderen Kokain im hohen Kilobereich geschmuggelt. Er wurde zu 9 Jahren Haft verurteilt. Der Spezialist für die Kühlcontainer mit Zutritt zum Hafen war Mauro F.

Weitere Verurteilungen

Für Murat D., der der Verbindungsmann zu den Abnehmern gewesen sein soll, wurde zu 7 Jahren Haft verurteilt. Mauro F. wurde zu 5 Jahren und 6 Monaten verurteilt.

Wie turbulent die Angehörigen der Angeklagten auf das Urteil reagiert haben, lest ihr am Freitag in der Nordsee-Zeitung