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Vandalismus in Leherheide: „Hier brennt’s jetzt richtig“

Alarmstimmung in Leherheide, es gibt eine große Zerstörungswut. Überall Vandalismus. „Allein an Leherheider Schulgebäuden haben wir Schäden über gut 45.000 Euro“, sagte Holger Schneeberg, technischer Betriebsleiter bei Seestadt-Immobilien, kürzlich auf der Stadtteilkonferenz.

Betriebsleiter Schneeberg: Hier brennt’s jetzt richtig

„Für uns ist Leherheide dieses Jahr Vandalismus-Schwerpunkt“, berichtete Schneeberg „Wir haben der Politik signalisiert, hier brennt’s jetzt richtig.“

Allein 18.000 Euro an Reparaturkosten an der Karl-Marx-Schule

Er addiert: „18.000 Euro Reparaturkosten an der Karl-Marx-Schule allein bis August, 10.000 Euro an der Heinrich-Heine-Schule – plus 9000 Euro für die neu installierte Überwachungskamera – und Reparaturen für 3700 Euro an der Friedrich-Ebert-Schule.“ Die Schäden auf den Schulhöfen und Außenflächen seien da nicht mit eingerechnet.

Saufgelage beim Waldkindergarten

Auch die Stadtteilbibliothek wurde attackiert, der Sportverein SFL meldet mutwilliges Zerstören – angeflammte Kabinen, demolierte Blitzableiter, zertrümmerte Lichtkuppeln. Wilfried Töpfer vom Verein Waldkindergarten meldete sich ebenfalls zu Wort: „Wir hatten an der Kita erstmals Schäden von nächtlichen Saufgelagen und Strafanzeige gestellt. Die Staatsanwaltschaft schrieb uns nach vier Wochen: Verfahren eingestellt, Täter nicht ermittelbar.“

Auch am Erikasee regiert die Zerstörungswut

Das stieß auch Thomas Reinicke sauer auf: „Ging uns ebenso.“ Der Leiter des Gartenbauamtes beschönigt vor den Leherheidern nichts: „Mit welch systematischem Zerstörungswillen am Erikasee gewütet wurde, haben wir noch nicht erlebt.“

Auch am Erikasee gibt es große Schäden durch Vandalismus. Foto: Schwan

Die Polizei hat eine Gruppe von etwa 20 Jugendlichen im Visier

Polizist Dieter Wall, Revierleiter in Leherheide, gab zu Protokoll: „Wir sind längst dran, am Runden Tisch mit Ämtern und Schulen. Wir wissen jetzt, auch dank der neuen Videokamera an der Heineschule und dem Sicherheitsdienst Kötter, der auf Kontrollfahrten Personalien von auffälligen Gruppen einsammelt: Es ist ein harter Kern von etwa 20 Jugendlichen, 15 bis 20 Jahre alt, deutsch. Die haben massive Alkoholprobleme. Wir versuchen über die Eltern ranzukommen. Aber das gelingt kaum.“