Verdammt nochmal, seid endlich pünktlich! #isso

Ich hasse Unpünktlichkeit. Immer wieder frage ich mich: Haben die Menschen verlernt, die Uhr zu lesen? Es ist Zeit: für eine Abrechnung mit allen Zu-spät-Kommern!

Mag keine Hektik

Nur noch fünf Minuten. Verdammt. Jetzt aber schnell. Sachen zusammenpacken, ins Auto und los. Solche hektischen Situationen passieren mir zwar sehr selten. Doch wenn sie passieren, ärgere ich mich tierisch.

Horrorvorstellung

Denn ich bin immer pünktlich. Das war schon immer so. Wenn ich einen Termin habe, bin ich spätestens eine Viertelstunde vorher da. Stress, es nicht pünktlich zu schaffen – das ist für mich Horror. Mit dieser Einstellung bin aber alleine. Irgendwer ist immer zu spät.

Und dann sagt die Hälfte ab

Alle haben ein Smartphone. Jeder kann einen Termin absprechen. Und ihn auch wieder absagen. Sollte man meinen. Doch das Gegenteil ist der Fall. In WhatsApp-Gruppen diskutieren wir tage-, manchmal wochenlang darüber, wann und wo wir uns treffen. Mit dem Ergebnis, dass wir einen Termin zehn Mal verschieben – und am Ende die Hälfte absagt. Und die andere Hälfte kommt zu spät.

Selbstdisziplin und Respekt

Jemanden warten zu lassen, ist respektlos. Ich finde: Unpünktlichkeit sagt viel über den Menschen aus. Und damit meine ich nicht nur seine innere Uhr. Es zeugt von Selbstdisziplin, wenn man pünktlich ist. Von einer guten Kinderstube und Respekt gegenüber seinen Mitmenschen.

Alles andere als cool

Und nein, liebe notorische Zu-spät-Kommer: Ihr seid alles andere als cool. Lasst mich nicht warten. Oder sagt ab. Ganz einfach.

Auf dem Land lernt man Pünktlichkeit

Vielleicht denken Dorfkinder aber auch anders darüber. Ich bin auf dem Land groß geworden. Da habe ich gelernt: Pünktlich sein ist wichtig. Denn sonst ist der Bus weg. Und der nächste? Kommt erst in einer halben Ewigkeit.

Merlin Hinkelmann

Merlin Hinkelmann

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Merlin Hinkelmann, Jahrgang 1995, ist in der Wesermarsch aufgewachsen. Er studierte Kommunikations- und Politikwissenschaft in Bremen. Sein Volontariat absolvierte er bei der NORDSEE-ZEITUNG, wo er inzwischen in der Landkreisredaktion arbeitet.