Verwüstungen auf Friedhof Geestemünde: Bremerhavener setzt Belohnung aus

Als er von den Verwüstungen auf dem Geestemünder Friedhof erfuhr, war der Bremerhavener Bodo Mahlstedt entsetzt. Jetzt hat er 500 Euro Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ausgelobt. 

Hoffnung auf schlechtes Gewissen

Mahlstedt ist Hafenarbeiter und hält die Verwüstungen auf dem Friedhof Geestemünde für unerträglich. „Bei Geld hört die Freundschaft auf, vielleicht erleichtert ja doch noch einer sein Gewissen“, sagt er. Der 48-Jährige schließt sich mit der Auslobung einer Aktion der Wählervereinigung „Bürger in Wut“ an, die ebenfalls 500 Euro ausgeschrieben haben.

Polizei ermittelt noch

Die Staatsanwaltschaft erklärt, sie lobe nur Belohnungen bei Straftaten von herausgehobener Bedeutung, etwa Kapitaldelikten aus. „Außerdem brauchen wir auch immer Spuren, mit denen wir die Hinweise abgleichen können“, so Oliver Constien. Im Fall der Gräberverwüstung gehe es um den Tatbestand „Störung der Totenruhe“, die mit Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden könne. Die Polizei ermittelt noch.

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Laura Bohlmann-Drammeh

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Nach dem Studium der Journalistik und der "Modern Indian Studies" in Bremen, Göttingen und Indien, hat Laura Bohlmann-Drammeh in Bremen volontiert. Jetzt unterstützt sie die Nordsee-Zeitung in der Stadtredaktion und freut sich, wieder in der alten Heimat zu sein. Aufgewachsen ist sie nämlich in Cuxhaven.