Vor 19 Jahren Kap Hoorn umrundet

Es ist der Traum jedes Seefahrers: Einmal Kap Hoorn unter Segeln umrunden. 1997 ging dieser Traum für die Crew und die Trainees des ukrainischen Schulschiffes „Khersones“ in Erfüllung. 19 Jahre nach der Umrundung trafen sich die sogenannten Kaphoorniers nun in der Seestadt.

Die erste Umrundung unter Segeln seit 1949

Die Herausforderung Kap Hoorn unter Segeln zu umrunden hatte zuletzt 1949 die „Pamir“ geschafft. „In Chile ging extra ein Admiral an Bord“, erzählt ehemaliger Trainee Uwe Koch. Der habe genau darauf geachtet, dass sie nicht den Hilfsmotor anschalteten, so Koch weiter.

Die gefährliche Fahrt, die schon tausenden Seefahrern das Leben gekostet hatte, gelang der Besatzung der „Khersones“ in gerade einmal fünf Tagen und 20 Stunden. „Gerechnet wird vom 50. zum 50. Breitengrad“, erklärt Koch. „Ab diesem Moment durften wir uns Kaphoorniers nennen.“ Nach dem gelungenen Manöver habe es erstmal einen Wodka für jeden gegeben, erzählt er heute.

Diesen gebe es auch zu jeder Feierstunde am 26. Januar. „Um Punkt 21.09 Uhr stoßen wir auf die gelungene Umrundung an“, sagt Koch. Im nächsten Jahr wollen sich die Kaphoorniers direkt am Kap Hoorn treffen. „Auf Einladung der chilenischen der Kaphoornier“, betont er.

Philipp Overschmidt

Philipp Overschmidt

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Philipp Overschmidt, Jahrgang 1988, ist in Georgsmarienhütte (Landkreis Osnabrück) geboren und aufgewachsen. Er studierte Politikwissenschaften und Soziologie in Osnabrück. Nach seinem Volontariat bei der NORDSEE-ZEITUNG ist er seit 2017 Online-Redakteur für nord24.