Warum dieses Verkehrsschild für Ärger sorgt

Der Hannoveraner Dietmar Strauch erhebt schwere Vorwürfe gegen die Bremerhavener Bußgeldstelle. Strauch behauptet, ein Verkehrsschild, das ein Halteverbot in der Bussestraße anzeigt, sei anders ausgerichtet worden, nachdem er dort ein Knöllchen bekommen habe.

Strauch hatte seinen Wagen im vergangenen Dezember zum Entladen an der Bussestraße 1 abgestellt. „Ein eingeschränktes Halteverbot habe ich da nicht wahrgenommen. Nur das absolute, aber das beginnt ja erst weiter nördlich in Richtung Ludwigstraße.“ Strauch ergänzt: „Die Beschilderung an meinem Halteort wurde neu ausgerichtet, nachdem ich mein Knöllchen erhalten hatte, das habe ich bei einem späteren Besuch bei meinem Vater entdeckt.“ Er erhebt daher schwere Vorwürfe gegen die Bußgeldstelle.

Anwältin rät, das Knöllchen zu bezahlen

„Ich gehe von einem vorsätzlichen Täuschungsversuch aus“, sagt Strauch, „von einer willkürlichen Falschbeurteilung des Sachverhaltes. Für mich besteht der Verdacht der Rechtsbeugung.“ Dietmar Strauch hat deswegen eine Anwältin eingeschaltet. Die jedoch riet ihm, das Knöllchen und die zwischenzeitlich entstandenen Mahn- und Verwaltungsgebühren zu bezahlen.

Bürger- und Ordnungsamt äußert sich nicht

„Wegen eines Formfehlers in meinem Widerspruchsschreiben“, erklärt Strauch. Er hat das geforderte Geld nun bezahlt. Er fühlt sich allerdings weiterhin im Recht, glaubt nicht, dass er in einem ordnungsgemäß ausgeschilderten Halteverbot stand.

Das zuständige Bürger- und Ordnungsamt will zu dem Fall übrigens keinen Kommentar abgeben.