Was tun mit ausrangierten Rotorblättern?

Sie stehen in der Landschaft oder auf dem Meer herum und drehen sich. Doch was passiert eigentlich mit einer Windkraftanlage, wenn sie sich nicht mehr dreht und entsorgt werden muss? Während sich die meisten Bestandteile wie etwa der stählerne Turm leicht verwerten lassen, stellen die Rotorblätter die Experten vor eine große Herausforderung.

Die Entsorgung ist problematisch

Rotorblätter von Windkraftanlagen bestehen aus Faserverbundwerkstoffen und sind vor allem aus Glas- oder Kohlefasern sowie Harzen gefertigt. Das macht die Entsorgung problematisch. Denn für eine stoffliche Verwertung der riesigen Kunststoffteile müssten die einzelnen Komponenten getrennt werden.

Experten rechnen mit 30.000 Tonnen Material pro Jahr

30.000 Tonnen pro Jahr, schätzen Experten, werden in naher Zukunft entsorgt werden müssen. Wie das gehen soll, daran forschen Wissenschaftler im In- und Ausland. Die herkömmliche Methode, das Verbrennen, hat eine großen Nachteil: Die Faserverbundwerkstoffe können Öfen beschädigen und Filter strapazieren.

Ohne Lösungen für die Rotorblätter ist der Ruf der sauberen Energie gefährdet

Es sind also neue, wegweisende Lösungen gefragt, um den Ruf der sauberen Energie nicht zu gefährden. Getestet wird daher sogar die Verwendung von Rotorblättern als Füll- oder Baumaterial oder auch die Rückgewinnung der kostbaren Kohlefasern.