Weniger Sozialwohnungen in Bremen und Bremerhaven

Im Bundesland Bremen gibt es immer weniger Sozialwohnungen. Der Bestand ist im vergangenen Jahr auf 8048 gesunken. Der Rückgang um 289 Wohnungen fiel im Stadtstaat etwa gleich stark auch bundesweit.

Mietpreisbindung

Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor. Eine Aufschlüsselung nach Bremen und Bremerhaven wird nicht gemacht. Hintergrund ist, dass für öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbau eine Mietpreisbindung gilt, um ärmeren Menschen eine Wohnung mit niedriger Miete zur Verfügung stellen zu können. Diese Mietpreisbindung läuft nach einer gewissen Dauer – meist 30 Jahren – aus.

Neue Sozialwohnungen

In den vergangenen Jahrzehnten sind im Land Bremen tausende Wohnungen öffentlicher Wohnungsbaugesellschaften privatisiert worden. Schon seit längerem steht diese Entwicklung in Bremen auf der Agenda. Im neuen Koalitionsvertrag haben SPD, Grüne und Linke vereinbart, in den kommenden vier Jahren 10.000 Wohnungen zu schaffen, bei Neubauten soll die Sozialquote auf 30 Prozent erhöht werden. (dpa)