Wenn Hacker den Hafen kapern

Das Computersystem eines Hafens zu hacken, ist für Kriminelle lohnend. Drogenschmuggler können so ihre Ware einschleusen, überwachen und in Sicherheit bringen. So geschehen 2012 in einem australischen Hafen. „Hier kann eine Menge Unheil angerichtet werden“, warnt Dr. Nils Meyer-Larsen vom Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL), das seinen Sitz in Bremen und Bremerhaven hat.

Gefahr durch Terroristen

Da sei das Schmuggeln von Drogen noch relativ harmlos. Schließlich könnten auch Terroristen die Möglichkeit nutzen, um Waffen und Sprengstoff zu schmuggeln. „Und im Fall des australischen Hafens hatten die Kriminellen ausgerechnet Zugriff auf das System des Zolls – und das über Jahre hinweg. So konnten sie genau erkennen, wann ein Container als verdächtig galt und sich dem Zugriff entziehen.

Maersk wird erpresst

Doch nicht jeder Hacker will „nur“ etwas schmuggeln. Manchmal geht es um Sabotage oder Erpressung. Das eindrucksvollste Beispiel dafür war Maersk im Juni 2017. „Die Reederei wurde Opfer des NotPetya-Virus, der alle Daten verschlüsselt und nur gegen Zahlung eines Lösegelds wieder freigibt“, berichtet der Wissenschaftler.

Wie das ISL Häfen vor Cyberattacken schützt, lest Ihr am 22. September 2019 im SONNTAGSjOURNAL der NORDSEE-ZEITUNG.