Werder unter Druck: Darum muss ein Bargfrede-Ersatz her

Der Zeitplan ist ausgearbeitet, die Rehaphase strikt durchgeplant – schließlich haben sie bei Werder Bremen ein großes Ziel: Philipp Bargfrede soll so schnell wie möglich wieder auf dem Fußballplatz stehen.

Bargfrede zum achten Mal am Knie operiert

„Das klare Ziel ist, dass er im Laufe der Hinrunde wieder zur Mannschaft stößt“, sagt Trainer Florian Kohfeldt über den Mittelfeldspieler Philipp Bargfrede, der sich Mitte Mai seiner bereits achten Knie-OP hatte unterziehen müssen. Bargfrede kennt das, dieses Sich-zurück-kämpfen-müssen. Seine ganze Karriere ist geprägt davon, was die Hoffnung nährt, dass es der 30-Jährige auch dieses Mal schafft.

Plötzlich ist da eine Baustelle

Bis es soweit ist, steht Werder Bremen allerdings vor einem Problem. „Für uns stellt sich in der Kaderplanung natürlich die Frage, wie wir das auffangen“, sagt Kohfeldt, dessen Mittelfeld plötzlich zur Baustelle geworden ist.

Sahin wohl nicht die perfekte Lösung

Klar ist: Werder Bremen muss handeln. Mit Bargfrede zu planen, ist nach dem Eingriff mit noch mehr Risiko behaftet als sonst schon. Und Nuri Sahin, das hat die vergangene Saison gezeigt, ist nicht in jeder Situation eine Top-Alternative – zumindest nicht als alleiniger Sechser. „Es geht auch darum, das systematisch aufzufangen“, sagt Kohfeldt. „Nuri fühlt sich defensiv schon wohler auf einer Doppel-Sechs.“

von Carsten Sander und Daniel Cottäus, deichstube.de