Weserstrandbad in Bremerhaven: Die FDP geht baden

Im Weserstrandbad ist das Baden verboten. Aber da, wo der Sand aufhört, ist es erlaubt. Die FDP-Stadtverordneten Hauke Hilz und Jens Grotelüschen halten das für unsinnig und gefährlich. Gemeinsam mit den Weserschwimmern gingen sie daher am Sonntagnachmittag demonstrativ ins Wasser.

FDP: Baden muss erlaubt werden

„Das Baden muss im Weserstrandbad umgehend gesichert freigegeben werden“, fordern die beiden FDP-Politiker. Dazu müsse der Schwimmbereich mit einer Bojenkette abgesichert werden. „Man könnte noch ein Schild anbringen, dass bei Überschreiten der Bojenkette Lebensgefahr droht“, sagt Hilz.

Magistrat warnt vor den Gefahren

Der Magistrat sieht das anders: Wegen der unberechenbaren Strömungsverhältnisse sei das Baden zu gefährlich und das Badeverbot erforderlich, sagt Magistratssprecher Volker Heigenmooser. Auch Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) betonte bereits mehrfach, dass alle vorliegenden Gutachten immer wieder bescheinigt hätten, dass das Baden an dieser Stelle durch die Strömungsverhältnisse und den Schiffsverkehr lebensgefährlich sei.

Weserschwimmer: Aktuelle Situation ist viel gefährlicher

Die FDP und die Weserschwimmer sehen das anders: Das seit mittlerweile 1967 geltende Badeverbot werde nicht kontrolliert. Die Weserschwimmer haben zwar alle Hausverbot. „Aber ansonsten wird das geduldet“, weiß Harm Ahlers von den Weserschwimmern. Die Menschen gingen also trotzdem schwimmen, ohne dass derzeit Bojenketten angebracht seien. Das mache es viel gefährlicher.