Wieder Razzia in Bremerhaven wegen Vermittlung von Scheinehen

Razzia der Bundespolizei in Bremerhaven: Mehrere Beamte durchsuchten am Mittwoch eine Wohnung im Stadtgebiet. Hintergrund sind schon länger laufende Ermittlungen gegen eine Bande wegen des Verdachts auf Vermittlung von Scheinehen. Bereits im Juni 2018 hatte es in diesem Fall eine Razzia in Bremerhaven gegeben.

Keine Festnahmen

Am Mittwoch ging es darum, neue, aktuelle Beweismittel zu sichern. „Es wurde ein Ort durchsucht, in dem sich ein Tatverdächtiger aufgehalten haben soll“, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion in Hannover. „Festnahmen gab es nicht.“

Razzien auch in Hamburg und auf Sylt

In welchem Stadtteil die Durchsuchung stattfand, wollte die Bundespolizei nicht sagen. Weitere Razzien zum laufenden Fall gab es am Mittwoch allerdings auch in Hamburg und auf Sylt.

Bis zu 1000 Scheinehen sollen vermittelt worden sein

Und soll das mit den Scheinehen gelaufen sein: Die Täter haben in EU-Ländern nach Personen gesucht, die in Deutschland ihren Wohnsitz nehmen und dann zum Schein Menschen aus Asien heiraten sollten. Dadurch konnten diese dann ein Aufenthaltsrecht bekommen. Die Bande soll so bis zu 1000 Scheinehen vermittelt haben.