Windanlagen-Hersteller Senvion meldet Insolvenz an

Der Windanlagen-Hersteller Senvion hat am Dienstag einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Diskussionen mit den Kreditgebern des Unternehmens seien bislang erfolglos geblieben, teilte Senvion mit.

Unterstützung des laufenden Geschäfts

Ziel des Verfahrens sei es, das zu Jahresbeginn eingeleitete Umbauprogramm fortzusetzen. Parallel dazu gingen die Diskussionen mit Anleihegläubigern und Kreditgebern weiter, um die Unterstützung des laufenden Geschäfts sicherzustellen.

Tagesgeschäft läuft weiter

Ziel sei laut Mitteilung von Senvion zu alter Stärke zurückzukehren. Das Tagesgeschäft soll demnach weiterlaufen – so wohl auch in Bremerhaven. Senvion beschäftigt in Deutschland 2100 Mitarbeiter, davon rund 260 in Bremerhaven. Erst 2017 hatte Senvion 730 Stellen gestrichen und die Schließung der Werke in Husum in Nordfriesland und Trampe in Brandenburg sowie Powerblades in Bremerhaven angekündigt.

Weitere Konzerngesellschaften

Bislang beziehe sich der Antrag auf die Senvion GmbH und die Tochtergesellschaft Senvion Deutschland; im Verlauf der Woche sollen weitere Konzerngesellschaften dazukommen. Die Hauptversammlung und die Veröffentlichung der Quartalsergebnisse würden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. (dpa)

Warum der Insolvenzantrag nicht ganz überraschend kam und was die IG Metall nun für die Mitarbeiter macht, lest ihr am Mittwoch in der NORDSEE-ZEITUNG.