Radfahrer leben im winterlichen Bremerhaven sehr gefährlich #isso

Radfahrer haben es in Bremerhaven nicht leicht: Die Stadt gilt – gelinde gesagt – nicht gerade als fahrradfreundlich. Aber das soll sich ja in den kommenden Jahren ändern. Im Winter 2017/18 ist davon leider noch nicht viel zu spüren, findet unser Autor und passionierter Radfahrer Christoph Käfer.

Auch in Bremerhaven kann es schneien

Es schneit! Was bei den einen Begeisterungsstürme auslöst, sorgt bei anderen für genervte Gesichter. Zu Letzteren zähle auch ich in der Regel. Zumindest, wenn ich mal wieder mit dem Rad unterwegs bin, was fast täglich der Fall ist.


Anwohner ignorieren häufig ihre Räumpflicht

Denn (zu) viele Hauseigentümer und Anwohner in Bremerhaven kommen ihrer Räumpflicht nicht nach und sorgen so für brisante Situationen auf den Geh- und Radwegen. Was für Fußgänger schon ärgerlich und gefährlich genug ist, ist für Radfahrer ungleich riskanter. Und wenn der Schnee erst festgetreten ist und gefriert, helfen selbst Winter-Spikes nicht immer weiter.

Gehwege müssen auf 1,50m Breite geräumt werden

Dabei waren Anwohner bis Anfang Dezember laut des Bremischen Landesstraßengesetzes angehalten, Gehwege auf einer Breite von drei Metern zu räumen. Seitdem genügt es, wenn Gehwege auf einer Breite von 1,50 Meter von Schnee und Eis befreit werden, doch auch das klappt an vielen Stellen im Stadtgebiet leider nicht.

Fahrradfahrer ärgert sich

Davon kann auch Thomas Stagge aus Bremerhaven ein Lied singen: Er ist nach eigenen Angaben häufig mit dem Rad unterwegs und erschüttert darüber, dass die Radwege kaum geräumt werden. „In anderen Städten wie Braunschweig oder Oldenburg ist das kein Problem“, sagt er. „Da werden die Radwege geräumt. Warum in Bremerhaven nicht?“