Zoff um Zeitarbeit im Hafen: BLG wirft Politikern Rufschädigung vor

Einige Politiker in der SPD hätten derzeit geradezu eine Lust an der Rufschädigung der BLG entwickelt, klagt BLG-Sprecher Andreas Hoetzel im Zusammenhang mit Vorwürfen, die BLG setze zunehmend externe Personaldienstleister auf dem Bremerhavener Autoterminal ein.

Vorwurf gibt es schon länger

Den Vorwurf, die BLG unterwandere den Gesamthafenbetriebsverein (GHB) als klassische Arbeitskräftereserve im Hafen durch den verstärkten Einsatz von Zeitarbeitsfirmen, gibt es schon länger. Etwa bei GHB-Beschäftigten, die um ihre Jobs fürchten. Seit einiger Zeit schlagen SPD-Politiker in die gleiche Kerbe.

Vorwurf der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Zuletzt äußerte sich der hafenpolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Elias Tsartilidis, in diese Richtung. Es würden zunehmend externe Dienstleister die Überführungsfahrten auf dem Terminal übernehmen, sagt er. Und das zu Löhnen, die unter dem Hafentarif liegen.

Marginaler Einsatz von Personaldienstleistern

Hoetzel widerspricht dieser Darstellung und spricht von Unwahrheiten und Rufschädigung. Nur ein bis zwei Prozent aller Schichten, die in diesem Frühjahr auf dem Terminal geleistet worden seien, seien von Personaldienstleistern übernommen worden. Und zwar nach dem regulär verabredeten Verfahren. Das sei eine marginale Größe. Die BLG spare dabei auch kein Geld. Alle Personaldienstleister müssten schriftlich versichern, dass sie nach Hafentarif zahlen.