Zu marode: Die „Seute Deern“ wird doch nicht abgeschleppt

Weil die „Seute Deern“ zu marode ist, wird sie nun doch nicht wie geplant in das Dock 4 im Kaiserhafen geschleppt. Gutachter bescheinigten der Bark einen „konstruktiven Totalschaden.“

Gutachten mit ernüchternden Ergebnissen

Die Hafengesellschaft Bremenports hatte den Auftrag übernommen, die marode Bark aus dem Museumshafen herauszuholen und ins Dock 4 im Kaiserhafen zu bringen, wo das Schiff nochmals untersucht werden sollte.
Bremenports ließ im Zuge der Transport-Vorbereitungen ein weiteres Gutachten über den Zustand des Holzes und des Schiffs insgesamt vornehmen. Das fiel ernüchternd aus: Außenhaut, Kiel und Unterraum seien zu 100 Prozent zerstört, Spanten und Decksbalken zu 83 Prozent.

Experten warnen vor Transport

Nach diesem Befund hatte Bremenports eine weitere Untersuchung in Auftrag gegeben: Kann man das Schiff in diesem Zustand in ein Dock schleppen? Die Antwort lautete: Nein, ein Verholen könne nicht empfohlen werden. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) bat deshalb Bremenports am Freitag, den Auftrag zum Verholen des Schiffs „vorerst ruhen zu lassen“.
Am Mittwoch muss nun der DSM-Stiftungsrat über die weitere Zukunft der „Seuten Deern“ entscheiden.