Zwei Menschen in Bremerhaven als „divers“ gemeldet

Der neue Geschlechtseintrag „divers“ für intersexuelle Menschen ist beim Standesamt bislang wenig nachgefragt worden. Seit Jahresbeginn haben sich in Bremerhaven zwei Personen umgemeldet

Neun Ummeldungen in Berlin

Die Stadt mit den meisten Änderungen der Geschlechtsangabe von männlich oder weiblich in „divers“ ist nach einer Umfrage der Deutschen Presseagentur Berlin: Dort wollten seit Jahresbeginn bis zum Stichtag 11. April neun Erwachsene bei den Standesämtern ihre Angaben entsprechend ändern.

Vergleichsweise viele in Bremerhaven

In Köln war bisher von sechs, in Nürnberg von fünf und in Regensburg von drei Änderungswünschen im Personenstandsregister die Rede. In München, Hamburg, Erfurt, Leipzig und Essen wollten wie in Bremerhaven je zwei Menschen den neuen Eintrag „divers“.

Ärztliches Attest

Bei intersexuellen Menschen sind die Geschlechtsmerkmale, also etwa Chromosomen, Hormone und Genitalien, nicht eindeutig ausgeprägt. Zur Änderung des Eintrags müssen Menschen ein ärztliches Attest vorlegen, in Ausnahmefällen soll auch eine eidesstattliche Versicherung reichen.