„Fackeln alles ab“: Polizei nimmt Deichbrand-Chaoten in Gewahrsam

Die Polizei Cuxhaven hat am Sonntagnachmittag ein Zwischenfazit für das Deichbrand 2017 gezogen. Bislang registrierten die Einsatzkräfte rund 200 Straftaten. 

Mehr Drogenverstöße registriert

Intensivere Taschenkontrollen haben nach Polizeiangaben dazu geführt, dass in diesem Jahr mehr Drogenverstöße festgestellt wurden: Von den bislang rund 200 polizeilich registrierten Straftaten beim Deichbrand handelt es sich in 130 Fällen um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Vier Sexualdelikte

Die Beamten erwischten vor allem Festival-Besucher mit Cannabisprodukten. Zudem wurden bislang rund 50 Diebstähle und vier Sexualdelikte polizeilich registriert.

Flensburger Trio dreht durch

Für einen ungewöhnlichen Vorfall vom Samstagnachmittag sucht die Polizei noch Zeugen: Gegen 16.50 Uhr beschädigten drei junge Männer aus Flensburg auf dem „Womo Süd“ ihren Wagen mit einer Eisenstange und übergossen ihn anschließend mit Benzin.

„Fackeln alles ab“

Anschließend drohten sie damit, „alles hier abzufackeln“. Das Verhalten des Trios irritierte und verängstigte zum Teil die umstehenden Festival-Besucher.

Polizei sucht Geschädigte

Polizisten nahmen die Männer in Gewahrsam und führten sie einem Richter vor. Von ihm erhielten sie die Anordnung, die Gemeinde umgehend zu verlassen. Mögliche Geschädigte werden gebeten, sich an die Polizei Cuxhaven unter Telefon 04721/5730 zu wenden.

Einsatzleitung ist zufrieden

Insgesamt spricht die Einsatzleitung jedoch von einem „ausgesprochen friedlich“ verlaufenen Festival. Mit dem bisherigen Verlauf seien die Einsatzkräfte „sehr zufrieden“.

Wenig Gewalt

Gravierende Unfälle bei der Anfahrt zum Deichbrand habe es nicht gegeben. Das gilt auch für gewaltsame Auseinandersetzungen, von denen es nach Polizeiangaben ein Dutzend Vorfälle gab. Die dauerhafte Polizeipräsenz durch Fußstreifen und Polizeireiter sowie die verstärkten Taschenkontrollen seien ausdrücklich von vielen Besuchern gelobt worden, teilte die Polizei mit.